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Interviews mit Gert Postel
Dissidentenfunk: Interview 1 | Interview 2 |
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Zeitungsberichte: Deutsch | Nederlands
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Direktkontakt zu Gert Postel:
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Sächsischer
Justizminister lobt Gert Postel ! |
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Wir
gratulieren Gert Postel zum prominenten Auftritt in der Schweiz: Im Vorfeld der Marburger Lesung hat Gert Postel folgendes Interview gegeben: Gert
Postel, Sie werden von vielen Menschen verehrt, man hat einen "Gert-Postel-Fan-Club"
(www.gert-postel.de) gegründet, von anderen verurteilt: wer hat recht? Wer
sind eigentlich die Leser Ihres Buches? Wie
sind Sie in den akademischen Kreisen hier in Marburg aufgenommen worden?
Könnte
man sagen, daß Sie während Ihrer Oberarztzeit Menschen getäuscht
haben? Aber
Sie haben Menschen manipuliert. Womit
beschäftigen Sie sich zur Zeit? Was
würden Sie jemandem antworten, der Ihnen vorwürfe, Sie seien
eher etwas unbescheiden? Fr. 19.01.2007, 20 Uhr in der Waggonhalle Kulturzentrum, Marburg an der Lahn (Programm hier lesen)"Als Hochstapler unter Hochstaplern" Lesung und anschließendes
Gespräch Als der falsche
Amtsarzt "Dr. Dr. Bartholdy" wurde der gelernte Postbote Gert Postel 1983
erstmals der Öffentlichkeit bekannt. Die anschließenden strafrechtlichen
Sanktionen hinderte Postel jedoch nicht weiterhin nach Wallraff-Art im
Psychiatriebetrieb Karriere zu machen. Der erste Höhepunkt seiner
Karriere war mit der Stelle als leitender Oberarzt einer großen
Psychiatrischen Klinik in Sachsen erreicht. Er machte seine Sache so gut,
dass der sächsische Staatsminister ihn sogar zum Chefarzt für
gerichtliche Psychiatrie in Arnsodorff bei Dresden erklärte. Mittlerweile
hat Postel, dem psychiatrischen Feld treu geblieben, nur die Seiten gewechselt
und engagiert sich inzwischen in der antipsychiatrischen Bewegung, die
ihm sogar eine eigene Homepage widmet (www.gert-postel.de). Postels außergewöhnliche
berufliche Laufbahn -- mit Hauptschulabschluss zum Chefarzt -- bot dem
ZDF Stoff genug um eine Doku-Soap mit und über ihn zu drehen, während
die ARD sich in einer Biographie mit dem Thema befasste. Darüber
hinaus schrieb Postel selbst seinen Werdegang in dem Buch "Doktorspiele.
Geständnisse eines Hochstaplers" (Eichborn 2001) nieder, das wochenlang
in den Spiegel-Bestellerliste platziert war. ----------------------------------------- |
Gert Postel referiert in der IGS Mühlenberg über seine "Doktorspiele" ...Gert Postel, alias Dr. med Dr. phil Clemens Bartholdy, gilt als Star unter den Hochstaplern. In der Integrierten Gesamtschule Mühlenberg [Hannover] las der gebürtige Bremer jetzt aus seinem Buch "Doktorspiele" - quasi in der Nachfolge Thomas Manns, dessen "Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krall" derzeit Pflichtlektüre für das Zentralabitur sind. "Ich lasse nur unkritische Fragen zu", kündigt der großgewachsene Mann im schlichten Jackett zu Beginn der anschließenden Fragerunde an. Das ist natürlich ironisch gemeint. Aber mit Ironie ist es bekanntlich so eine Sache. Kritische Fragen jedenfalls wehrt Postel in der Regel tatsächlich ab. Ob er keine Angst hatte, mit seinem mangelnden Fachwissen Patienten zu schaden? "Die Frage enthält die Implikation, Psychiater hätten Fachwissen", kontert Postel keck. Nicht selten seien psychiatrische Diagnosen "eine Form des sozialen Mordens", zudem sei es fraglich, "ob es überhaupt psychiatrische Krankheiten gibt". Solche Antworten finden den Beifall des Vereins Psychiatrie-Erfahrener, der seine Mitglieder aufgerufen hat, an der Lesung teilzunehmen. Denn Postel ist zum Helden der Antipsychiatriebewegung geworden. Sein Hauptanliegen, sagt er, sei es gewesen, den Psychiatriebetrieb der Lächerlichkeit zu überführen. "Ich war ein Hochstapler unter Hochstaplern." Und niemand habe zu zweifeln gewagt, wenn er Krankheitsbilder wie die "bipolare Depression dritten Grades" erfunden habe . |
Frankfurter Allgemeine Zeitung - Dienstag, 5. Juni 2007, Nr. 128 / Seite 11
Sächsische Zeitung, Mittwoch, 6. Juni 2007, Titelseite!: www.iaapa.org.il/46024/PoatelArticleFrontPag
Bundesarbeitsgemeinschaft
Psychiatrie-Erfahrener e.V. Pressemitteilung: Wir freuen uns mitteilen zu können, dass die-BPE gemeinsam mit kooperierenden Organisationen eine Kampagne initiiert hat, in der Gert Postel für den Medizin Nobelpreis vorgeschlagen wird. Neben den Informationen über den inzwischen angemeldeten Protest gegen den Weltkongress der Psychiatrie in Dresden, möchten wir Sie gerne über diese Kampagne, ihre Motivation und wie sie international unterstützt wird, vertraut machen Bemerkenswert ist im Übrigen, dass der
Organisator des Kongresses der World Psychiatric Association, Prof.
Kallert, nun auch öffentlich bestätigte, dass Folter, Zwang
und Gewalt in der Psychiatrie bei diesem Kongress nicht diskutiert,
sondern nur perfektioniert werden sollen. Zitat Prof. Kallert am 24.5.
in der LVZ und der DNN: "Natürlich sind Zwangsmaßnahmen
in der Psychiatrie gerechtfertigt."
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24.5.2007 in der Leipziger Volkszeitung und Dresdner Neueste Nachrichten, S. 4 Postel
hält Einzug ins Rathaus Von ARMIN GÖRTZ Die Bundesarbeitsgemeinschaft Psychiatrie- Erfahrener hat ihn zum Schirmherren gekürt und setzt auf ihn, um gegen einen Kongress in Dresden zu protestieren. „Er ist ein Held“, behauptet René Talbot, Vorstandsmitglied des Vereins und Betreuer der Postel- Fan-Homepage. Sitz des Fanklubs und des Anti-Psychiatrie-Vereins ist das Berliner Haus der Demokratie und Menschenrechte. Postel habe „mit seinen verdeckten Ermittlungen“ bewiesen, „dass es kein psychiatrisches Wissen gibt, sondern nur Sprechblasen“, behauptet Talbot. Im Leipziger Prozess hatte ein Gutachter erklärt, dass es Postel bei seinen Arzt-Auftritten um „Beruf, Status und Macht“ gegangen sei. War sein Einsatz in Wahrheit eine verdeckte Ermittlung? „Nicht der Absicht nach, aber im Ergebnis schon“, erklärt der 48-Jährige im Gespräch mit dieser Zeitung. Die Schirmherrschaft über den Verein habe er übernommen, „weil ich immer eine psychiatriekritische Haltung hatte“, sagt er. „Psychiatrie ist Hochstapelei, nichts anderes.“ Thomas Kallert, echter Psychiater, kann beim Namen Postel einen Heiterkeitsausbruch nicht unterdrücken, doch dass jener als verdeckter Ermittler gepriesen wird, lässt den Humor des Professors verfliegen. Ernst ist angesichts des sensiblen Themas ohnehin angebracht: Kallert, Chefarzt im Leipziger Parkkrankenhaus, hat ein EU-Projekt zum Einsatz von Zwangsmaßnahmen in der Psychiatrie koordiniert. Hunderte Teilnehmer werden die Ergebnisse vom 6. bis 8. Juni in Dresden beim Kongress des Psychiatrischen Weltverbandes diskutieren. „Natürlich“, so erklärt der 47-jährige Organisator, „sind Zwangsmaßnahmen in der Psychiatrie gerechtfertigt.“ Dies sei – zum Teil sehr streng – rechtlich definiert. Auf dem Kongress sind auch für die Überwachung der Regeln zuständige Gremien wie der Europarat vertreten, zudem legen Psychiatriekritiker ihren Standpunkt dar. Auf solche Kongress-Mitwirkung
legt die Bundesarbeitsgemeinschaft Psychiatrie- Erfahrener keinen Wert.
Sie meint, psychiatrische Zwangsbehandlung sei „menschenverachtende
Folter“. „Wir wollen nicht die Folterer belehren“, erklärt
Vorstandsmitglied Talbot in gleicher Tonart. Umso mehr setzt der Verein
auf Postels Popularität: Am 5. Juni gibt es eine Pressekonferenz,
Interviewmöglichkeitenund die Aufführung eines Postel-Films
im Kino Metropolis. Am 6. Juni, 19 Uhr, folgt der Auftritt im Rathaus –
ein Ort, der Postel euphorisch stimmt. Die Stadt habe den Ratssaal an
den Dresdner WIR e. V. vermietet, erklärt Dresdens Pressesprecher
Karl Schuricht auf Anfrage. Denn die Psychiatrie-Gegner veranstalten
den Abend gemeinsam mit jenem Verein. Eine verblüffende
Partnerschaft: Postel will aus seinem im Herbst erscheinenden Roman und aus seiner Autobiografie lesen. Die zeugt pikanterweise davon, dass der nunmehrige Psychiatrie- Gegner als Oberarzt selbst zu Zwangsmaßnahmen griff, wenn auch nicht zu psychiatrischen: Ein Ausbruchsversuch seelisch kranker Straftäter aus dem Zschadraßer Maßregelvollzug wurde von Postel im Bunde mit der Polizei beherzt im Keim erstickt. |
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Bundesarbeitsgemeinschaft Psychiatrie-Erfahrener e.V.
Presseerklärung: The torturers are worried - Die Folterer sind in Sorge Vom 6.-8. Juni soll in Dresden ein Weltkongress der Psychiatrie zum Thema Zwangsbehandlung stattfinden. Wir meinen, dass psychiatrische Zwangsbehandlung menschenverachtende Folter ist. Wir
fordern die Veranstalter auf, den Kongress abzusagen. Teilnehmer, die
schon ihre Anreise und Übernachtung gebucht haben, könnten
stattdessen die touristischen Attraktionen von Dresden genießen. Für die medizinisch maskierte psychiatrische Gewalt in Form von Einsperrung und Zwangsbehandlung bildet eine Schein"Diagnose" in psychiatrischem Jargon die Grundlage. Wir meinen, dass es sich dabei um eine Verleumdung handelt, insbesondere bei solchen Worten wie "Schizophrenie", der Erfindung eines gewissenlosen Eugen Bleulers, der inzwischen bekannt dafür geworden ist, dass er seriell ein typisches Naziverbrechen begangen hat: Zwangssterilisationen. Diese Zwangssterilisationen waren der Auftakt für die Singularität der deutschen Ärzteverbrechen: systematischer Massenmord in der Gaskammer, der die Vorlage für den Mord an den europäischen Juden, Sinti, Roma und Anderen war. Niemand
hat die völlige Inhaltsleere des psychiatrischen Jargons besser
demonstriert als Gert Postel. Gert Postel wurde, obwohl nur ausgebildet
zum Postboten, zum Chefarzt einer sächsischen Psychiatrie
befördert. Durch seine verdeckten Ermittlungen kennt er den
Machtapparat der Zwangspsychiatrie von innen. So kann er von der
Innenseite einer Macht berichten, die nur auf der Mystifikation eines
nicht-vorhandenen Wissens und der Gläubigkeit ihrer Untertanen
beruht. Deshalb freuen wir uns sehr, dass wir ihn für eine
Veranstaltung am 6. Juni um 19 Uhr im Dresdner Rathaus gewinnen
konnten, in der er die Strukturen ihrer Machterhaltung ironisiert. Um
der interessierten Öffentlichkeit in Dresden eine breite
Informationsmöglichkeit zu bieten, zeigen wir außerdem bei
freiem Eintritt im Filmtheater Metropolis die Filmreihe
Psychiatrie-Kritik:
Direkter Protest vor dem Kongressgebäude ist in Planung. Wir hoffen, dass den Teilnehmern des Kongresses rechtzeitig verständlich wird, das dieser Kongress von den Betroffenen unerwünscht ist. Er möge für die Veranstalter ein finanzielles Fiasko werden, wenn unsere Forderung einer Stornierung des Kongresses ignoriert werden sollte. Beschluss der
Mitgliederversammlung der Bundesarbeitsgemeinschaft
Psychiatrie-Erfahrener e.V. vom 15.5.2007 1) Zwangspsychiatrie, ein Foltersystem: www.iaapa.de/zwang2_dt/halmi.htm |
| Gert Postel verändert die rechtspolitische
Diskussion: ZRP (Zeitschrift für Rechtspolitik) 4/2004, S. 131: |
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"der SPIEGEL" (42/2006, S. 54) Zitat: "Fehler, die da fast zwangläufig entstehen, fallen den Richtern - psychiatrischen Laien - häufig nicht auf. Wie sonst hätte etwa der Hochstapler Gert Postel, vormals Postbote, zwischen 1995 und 1997 als angeblicher Facharzt für Psychiatrie in Sachsen unbeanstandet mehr als zwei Dutzend Gutachten verfassen können?" |
Leserbrief von Gert Postel an den "Spiegel" als Antwort darauf:
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Meine Gerichtsgutachten sind leider kein gutes Beispiel, um
die These von den leicht zu täuschenden deutschen Richtern zu
belegen. Denn meine Gutachten erfüllten die von den Professoren
Leygraf und Kröber (auch zum eigenen Machterhalt) propagierten
Mindesstandards für Schuldfähigkeits- und Prognosegutachten
allemal. Das lag u.a. daran, daß sich in der Zschadrasser
Klinikbibliothek ein Muttergutachten befand, das ich in Gliederung und
Klarheit der Diktion mir immer wieder zum Vorbild nahm. Verfasser
dieses Muttergutachtens war - wen wundert´s - Prof. Dr. Norbert
Leygraf. Als ich aufflog, wurden alle meine Gutachtenfälle
nachbegutachtet, ohne dass eine einzige Beurteilung geändert
werden mußte. Es geht nämlich bei der Begutachterei weniger
um die Einhaltung formaler Kriterien als um das untrügliche
Gespür dafür, was die Zeitläufe gegenwärtig von den
führenden Psychiatern des Landes erwarten. Gert Postel |